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Soziale Verantwortung : WM im Unrechtsstaat Katar
19.11.2022 10:07 (1153 x gelesen)

Juhu, die Fußball-WM in Katar geht los!!!

Liest man das laut, sollte daraus ein Katarrh werden und der Wunsch aufkommen, das schleimige Sekret den Veranstaltern, Bauunternehmern, Arbeitsvermittlern, Politikern, teilnehmenden Mannschaften, Mitgliedern des Königshauses und des katarischen WM-Komitees, Herren Infantino, Blatter, sonstigen FIFA-Funktionären und an der WM-Vergabe Beteiligten, Beckenbauer, dem kriminellen Rummenigge usw. im Gesicht abzulegen. Keine Sorge, das ist, wissenschaftlich überprüft, ein ganz gesunder Katarrh.



Manche sagen, wer an Demonstrationen, „Spaziergängen“ u. ä. gegen die Corona-Maßnahmen teilnimmt, an denen auch rechtsradikale Gruppierungen teilnehmen oder diese gar (mit)veranstalten, ist auch ein Nazi. Ja, jeder Mitläufer muß sich so bezeichnen lassen. Mit derselben Logik muß man sagen, jeder an der Vergabe dieser WM, der Vorbereitung und Organisation Beteiligte und jeder, der den in diesem Unrechtsstaat rollenden WM-Ball verfolgt, ist Beteiligt am vermeidbaren Tod tausender Gastarbeiter, die unter menschenrechtswidrigen, menschenunwürdigen Umständen auf Baustellen für diese WM gestorben ist. Mehr noch: Die tödlichen Arbeitsbedingungen bei schlechter, teils vorenthaltener Bezahlung kann es nur aufgrund einer menschenverachtenden Gesinnung geben und um die Kosten so gering wie möglich zu halten. Das sind niedrigste Beweggründe. Daher muß man richtigerweise jeweils von Mord sprechen. Und die oben genannten Personen sind beteiligt am Mord tausender. Nun sind es zudem Gastarbeiter, die hauptsächlich aus Bangladesch, Indien, Nepal, Pakistan, Sri Lanka und von den Philippinen stammen und das Einkommen nach Hause schicken wollten, um die eigene Familie zu versorgen. Vielleicht kann man schon von einem Genozid sprechen und der Beteiligung daran? Ein Lockruf: „Kommt nach Katar und arbeitet für uns und alle Fußballfans, hier könnt ihr in einem der reichsten Länder der Welt arm sterben.“

Wieviele wurden sklavisch gehalten? Herr Beckenbauer hat nur Menschen gesehen, die „frei herumlaufen“. Wieviele sind gestorben? Laut FIFA und WM-Komitte drei. Kann man das glauben? Kann man denen, die – gelinde gesagt – unter schwerem Korruptionsverdacht stehen, glauben? In sauberen feinsten Anzügen, mit schicken Brillen, polierter Glatze, Sprudelwässerchen oder Champagner vor sich? Überzeugender sind die Berichte der vom wirtschaftlichen Erfolg der WM unabhängigen Medien und Organisationen, z. B. Amnesty International, The Guardien, selbst die Fanzeitschrift „11 Freunde“ berichtet von Tausenden, die aufgrund der menschenverachtenden Arbeitsbedingungen auf WM-Baustellen in Katar zu Tode kamen. Manche, anfangs auch AI reden von rund 15.000 Toten. Das glaube ich. Zurückhaltender The Guardien: über 6.500 Tote. Und nicht zuletzt gibt es Berichte von direkt Betroffenen und von Angehörigen von zu Tode gekommenen Arbeitern.

Diese hohe Todesrate kann nicht mit gesundheitlichen Problemen der Arbeiter erklärt werden. Es sind mind billigend in Kauf genommene Tote. Der Fußball sollte rot wie Blut sein. Könnte „der kleine Prinz“ (man sieht nur mit dem Herzen gut....) sich auch nur ein Spiel ansehen? Kann man sich guten Gewissens ein Spiel ansehen? Kann man sich, wie es Herr C. Özdemir aktuell verkündete, wirklich nicht die „Leidenschaft“ für Fußball nehmen lassen? Doch! Die Fußballweltmeisterschaft in Katar hat nichts mit „Leidenschaft“, sondern nur etwas mit „Leiden schaffen“ zu tun. Vor jeden Spiel sollten die Namen derjenigen Gastarbeiter verlesen werden, die beim Bau des Stadions und seiner Infrastruktur gestorben sind. Aber das würde ja den ganzen Spaß verderben. Nein, man soll jubeln und einfach für zwei Wochen vergessen, dass vielleicht gerade unter den eigenen Füßen jemand gestorben ist und im Fernsehen nur die tollen Stadien und Feuerwerke sehen, aber für zwei Wochen bitte nicht an so traurige Sachen denken. Das ist empörend. Immerhin, Israel hat es geschafft, daß man per Direktflug zur WM anreisen kann. Gut, es waren unter den Gastarbeitern keine Juden. Wie wäre es, wenn doch? Da es nur arme, unauffällige Arbeiter aus Drittweltländern waren, fühlt sich offenbar keine Nation, kein Fußballer, kein Funktionär, nicht einmal ein Herr Özdemir daran gehindert, zur WM anzureisen oder sich ein Spiel im Fernsehen anzusehen.

Manche sagen, man solle vor der eigenen Haustür kehren, auch hier gebe es homophobe Menschen, die Homosexuelle diskriminieren. Ja, das stimmt und ist sehr traurig. Hier wird aber gegen eine solche Schweinebande z. B. wegen Beleidigung oder Nötigung ermittelt und Betroffenen stehen Ansprüche nach AGG zu. In Katar ist diese Schweinebande aber Regierung/Königshaus und Justiz, schlicht der Staat. Homosexuelle können verhaftet, eingesperrt und sogar zum Tode verurteilt werden. Frauen, die vergewaltigt wurden und Anzeige erstatten, können wegen verbotenem außerehelichen Geschlechtsverkehr verhaftet werden. Die Katarische Regierung, die sich muslimisch nennt, ist alles andere als das. Eine Schande für jeden Muslim, jeden Menschen und die Menschlichkeit. Das erlauben weder Koran, noch Mohammed, noch Sunna oder Hadithe. Es sind verlogene gierige Unmenschen. Daher versteht man sich wohl auch so gut mit FIFA-Funktionären.

Es wurde heftig diskutiert, ob man die WM boykottieren soll oder nicht. Fußballer mit einem Rest Menschlichkeit und Anstand sollten nicht mitspielen. Die Spieler selber könnten die WM boykottieren. Für Zuschauer und Fans braucht man diesen Begriff schon gar nicht. Für redliche Menschen gibt es auch gar keine mögliche Handlungsalternative, als wegzuschauen. Es ist einfach so, daß man mit Begeisterung, Freude, Spannung und ggf Bier in der Hand diese WM gar nicht verfolgen kann. Man kann nur mit Entsetzen verfolgen, wieviele Menschenleben dafür genommen wurden, zu einem mitunter gar nicht ausbezahlten Arbeitslohn von umgerechnet 230 € pro Monat. In einem der zehn reichsten Länder der Welt. Menschlichkeit und Mitgefühl sind ganz verloren, wenn man diese WM verfolgt. Darf und kann man ein Fußballspiel auf einem Massengrab veranstalten oder mit Begeisterung verfolgen? Man ist wohl völlig unbekümmert dabei, Menschen sich zu Tode arbeiten zu lassen, nur damit „echte Fans“ Spaß haben können.

Daher Ergänzungen und Alternativen:

1. Ausgehend von ("nur") 6.500 ermordeten Bauarbeitern wird die Todesfallquote pro geschossenem Tor errechnet und dargestellt.

2. Das SuperedelFIFA-WM-2022-Spiel (noch nicht lizensiert): Im Moorhuhnstiel versuchen die Spieler FIFA-Funktonären, dem WM-Komitee, beteiligten Bauunternehmern, Arbeitsvermittlern und Verantwortlichen aus katarischen Regierungs- und Regentschaftskreisen stinkende ausgelatschte Sandalen an den Kopf zu werfen. In Runde 2 werden die Hinterteile dieser Personen als Fußball verwendet. Bei Volltreffern wird man vom Furzsimulator belohnt. Auf Vorbestellung als Brettspiel.

Das SuperedelFIFA-WM-2022-Spiel für Kinder: Endlich Richter und Kerkermeister spielen dürfen, denn die Bösen müssen ins Gefängnis. Die Arbeitsbedingungen werden in einem Rechtsstaat nachgestellt und die Kleinen dürfen bewerten, anklagen, verurteilen und alle einsperren. Das machen sie mit größter Begeisterung, ohne auch nur an ein Spiel der WM 2022 in Katar zu denken. Bis Anstand und Mitgefühl abgeschliffen sind.


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